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Pockenimpfung: Schutz vor HIV?

Eine amerikanische Untersuchung (Weinstein 2010) legt die Vermutung nahe, das Ende der Pockenimpfung in den 70er Jahren könnte ursächlich zur zeitgleich beginnenden, massiven Ausbreitung der HIV-Infektion beigetragen haben.

Offenbar veränderte die Pockenimpfung bestimmte Rezeptoren auf den weißen Blutkörperchen, die für eine HIV-Infektion eine bedeutende Rolle spielen. Dieser Hypothese folgend, hätte die Pockenimpfung einen Schutz gegen die Infektion mit HIV vermittelt, dessen Wegfall nach dem Ende der weltweiten Impfkampagnen eine Ausbreitung des HIV begünstigt hätte.

Auch wenn hier vordergründig ein positiver Effekt einer hochproblematischen Impfung beschrieben wird, zeigt sich vor allem einmal mehr, wie wenig wir die langfristigen Folgen von Impfprogrammen tatsächlich verstehen und abschätzen können...