- Aktive Immunisierung: 2 Impfdosen im Abstand von 4 - 8 Wochen, Auffrischung nach ca. 1 Jahr - so genanntes 2+1-Schema.

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Ein Wirksamkeitsnachweis im Sinne moderner Arzneimittel oder Impfstoffe fehlt.
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Nutzenbelege werden abgeleitet aus den Beobachtungen an Soldaten im Zweiten Weltkrieg, als geimpfte Soldaten signifikant seltener an Wundstarrkrampf erkrankten als noch im Ersten Weltkrieg (Long 1947, Boyd 1946)
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In einer randomisierten Studie aus den sechziger Jahren senkt die zweimalige Impfung von Frauen im gebärfähigen Alter das Wundstarrkrampfrisiko ihrer neugeborenen Kinder signifikant (Newell 1966)
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"In welchem Ausmaß die aktive Immunisierung gegen Tetanus zu dem in Industrieländern bereits ab Beginn des 20. Jahrhunderts beobachteten deutlichen Rückgang der Tetanusinzidenz und -mortalität beigetragen hat, ist schwer abschätzbar." (a-t 2016)
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"In der Bundesrepublik ging die Tetanusinzidenz von 0,2/100.000 im Jahr 1962 auf 0,02/ 100.000 1990 zurück. Ein Einfluss der 1974 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochenen Empfehlung der Tetanusimpfung für Kinder ist nicht erkennbar, wie auch die 1961 in der DDR eingeführte Pflichtimpfung von Kindern und Jugendlichen keinen sichtbaren Effekt auf die Fallzahlen hatte." (at 2016)
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Allerdings gibt es in der Literatur Einzelfallberichte von Tetanuserkrankungen (teilweise mit tödlichem Ausgang) bei Patienten mit eigentlich als schützend angesehenen Antikörpertitern im Blut (Abrahamian 2000, Pryor 1997) - bei großen Toxinmengen können niedrige Antitoxin-Spiegel offenbar nicht ausreichend sein.
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Meist lokale Schwellung und Abszessbildung (Church 1985), aber auch schwere allergische und anaphylaktische Reaktionen. Erstere treten vor allem auf, wenn im Verletzungsfall bei noch hohem Antikörperspiegel die Impfung aufgefrischt wird (CDC 2015). Um diese Nebenwirkungen zu reduzieren fordern Fachleute, vor den routinemäßigen Auffrischimpfungen den Antikörpertiter im Serum und damit die Notwendigkeit der Impfung zu bestimmen (Relyveld 1998).
Abrahamian FM. J Emerg Med. 2000 Feb;18(2):189-93.
a-t. arznei-telegramm. 2016; 47: 17-20
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